In Hessen wird die Nachhaltigkeitsstrategie neu aufgestellt – die Landesregierung nimmt dabei Expertenempfehlung aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft auf.

Mit der ersten Sitzung in Wiesbaden wurde das bisherige Entscheidungsgremium der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen – die Nachhaltigkeitskonferenz – durch das „Hessische Bündnis für Nachhaltigkeit“ (HBN) abgelöst.

Im HBN kommen Verantwortliche der Landespolitik sowie wichtiger hessischer Verbände einmal jährlich zusammen und treffen Entscheidungen für die Themen der Nachhaltigkeitsstrategie. Die Arbeit des Hessischen Bündnisses für Nachhaltigkeit wird durch das „Forum für Nachhaltigkeit“ ergänzt. Dort werden künftig die Empfehlungen für neue Schwerpunktthemen inhaltlich für die Entscheidungen im Bündnis für Nachhaltigkeit vorbereitet. Die Umstrukturierung sorgt für klare Diskussions- und Entscheidungsstrukturen.

Auch der Aufbau einer Wirtschaftsinitiative wurde in der heutigen Sitzung angestoßen. Ziel der Initiative ist es, nachhaltiges Wirtschaften mit und innerhalb der Wirtschaft anzuregen. Die ökologische und soziale Dimension ist hier von besonderer Bedeutung. In diesem Jahr soll außerdem ein Leitbild für das Hessen der Nachhaltigkeit formuliert werden. Es soll Orientierung in der Arbeit bieten und Schwerpunkte setzen.

Gerade beim Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung nehmen wir in Hessen bereits eine Vorreiterrolle ein. Das haben auch die Expertinnen und Experten in ihrem Bericht hervorgehoben. Beim 5. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit haben wir mit 615 Aktionen eine sehr große Beteiligung erreicht. Besonders junge Menschen haben mit Begeisterung ihre eigenen Ideen bei dem Kreativwettbewerb „So wollen wir leben!“ eingebracht. Jugendliche in die Aktivitäten der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen einzubinden, wird deshalb auch weiterhin eine wichtige Aufgabe für uns bleiben“, ergänzte Ministerin Hinz.

Die Weiterentwicklung im HBN geht auf Empfehlungen von Expertinnen und Experten – sogenannten Peers – zurück, die im „Peer Review 2018“ an die Landesregierung übergeben worden waren. Unter Vorsitz von Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rats für Nachhaltige Entwicklung, haben die Peers die vergangenen zehn Jahre der Strategie umfassend beleuchtet und analysiert. Ergebnis ist ein Bericht, in dem die Peers die Stärken und Erfolge der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen beschreiben, künftige Herausforderungen aufzeigen und zwölf Empfehlungen für die Zukunft der Strategie aussprechen. Die Empfehlungen wurden analysiert und nunmehr in den ersten Konzepten zur Weiterentwicklung konkretisiert.

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Christian Mankel